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Montag, 22. Oktober 2018

#Ani-Tricks: Aktuelle Posts neu auf meiner #Facebook-Seite

See you 😜
Man kann nicht überall gleichzeitig sein! So muss man Prioritäten setzen!

Meine Tricks gibt ab dato statt über Ani-Tricks nur noch über die Facebook-Seite der Praxis B4. Sowas nennt sich bekanntlich "Time-Management"! 

Heute zum Beispiel ganz aktuell das Thema "Probleme mit der Maushand!"

Wer also ab und zu den einen oder anderen Trick abkupfern oder einem Video-Vorschlag nachgehen möchte, kann dies gerne tun - und zwar über Facebook. Dazu braucht man nicht einmal einen FB-Account, da die Seite öffentlich ist. 

Ich freue mich auf Ihren Besuch.

Freitag, 7. August 2015

Hilfe gegen Fussbrennen

Analyse der Inhaltsstoffe: http://www.cosmeticanalysis.com/de/
Offenbar stimmt die Situation, mit der die Werbefritzen für fast jedes Produkt werben, haargenau: eine Frau erzählt der andern, warum sie dieses oder jenes Produkt so unverzichtbar findet. Seit ich XYZ anwende kann ich wieder schlafen, Treppen steigen, auf's Klo gehen, habe ich 20 Kilo abgenommen .... etc. etc. etc. Vergleichbare Werbespots mit Männern findet man selten bis nie ..... wenn Männer sich treffen, haben sie offenbar anderes zu tun, als Erfahrungen auszutauschen. Eigentlich schade, denn mir haben Tipps und Tricks anderer Frauen schon unheimlich geholfen.

Kürzlich sprach ich mit einer Bekannten über die Hitze und ihre unangenehmen Nebeneffekte. Eigentlich war es mehr ein Gejammer als ein Gespräch. Wir waren uns einig: 25 Grad maximal sind angenehm, alles andere ist zuviel.

Wir kamen dann auf das Phänomen "brennende Füsse" zu sprechen und wie unangenehm es sich anfühlt, vor allem nachts, wenn man eigentlich schlafen möchte. Meine Bekannte erzählte mir dann Werbelogan-mässig und voller Begeisterung, dass sie dafür respektive dagegen einfach Nivea-Crème verwende. Am Abend dann gleich der Test und tatsächlich: das Brennen verschwand umgehend.

Überhaupt ist das Original von Nivea ein Tausendsassa! Traf man früher Frauen, die 20 Jahre jünger aussahen als sie waren, erzählten sie einem meist, dass sie ausser Nivea nichts anwenden würden.

In meiner Jugend habe auch ich ausschliesslich Nivea angewandt. Heute sind meine Produkte wohl ein wenig raffinierter. Geworben wird da mit Worten wie nährend, stimulierend oder gar luxuriös: Haut auffrischend, Elastizität und Straffheit stärkend und und und. Von der gleichen Linie gibt es nebst Crèmes auch Masken, Seren, Augenpflege, Anti-Age-Komplexe - da kriegt man gleich selber einen Komplex. 

Mittlerweile frag ich mich, warum man eigentlich unbedingt jünger aussehen muss! Darf man denn keine Falten mehr haben ... nicht einmal Lachfalten? Warum muss Jane Fonda mit ihren fast 80 Jahren unbedingt aussehen als wäre sie meine Tochter, jedenfalls im Werbefernsehen? Ob ich reumütig zum blauen Wunder zurückkehre um dann später jeweils vorsichtig und würdevoll lächelnd Komplimente zu meinem jugendlichen Aussehen entgegenzunehmen?

Kürzlich habe ich einen wunderschönen Satz gelesen, den ich mit Ihnen gerne teilen möchte:


Wenn ich alt bin, möchte ich nicht jung aussehen, sondern glücklich!

Ist diese Aussage nicht einfach wunderbar in ihrer Weisheit! Stammen tut das Zitat nicht von mir, sondern von Sonja Brückner, 1979. 

Ach übrigens: es ist nie zu spät! ;-)

Dienstag, 28. Oktober 2014

Deos und Duschen ohne Duschgel

ganz links: das war ich mal
daneben: habe sowohl etwas zugelegt als auch etwas abgelegt
YEAH
Meine selbstgemachten Deos kennen fleissige ANI-Tricks-Leser mittlerweile bestimmt. Lange war der Natron-Deospray meine Nummer 1. Leider entwickelte ich dann eine Art Überempfindlichkeit, lustigerweise ausschliesslich in der linken Achselhöhle: Hautrötungen sowie spürbar unangenehme Reaktionen der Lymphgefässe, also ein leichtes Druckgefühl. Da so etwas auch Zufall sein kann, habe ich es mehrmals getestet um dann enttäuscht auf Produkte aus der Drogerie zurückzugreifen.

Und plötzlich miefte ich wieder regelmässig, von Achseltrocken war keine Rede mehr. Mehrmals täglich musste ich waschen und mein Salbei-RollOn von Dr. Hauschka zum Einsatz bringen. Oft war mein T-Shirt bereits am Mittag überfällig.

Leicht wehmütig dachte ich an meinen Deo-Stick von Rexona invisible aqua zurück, 24 Stunden wirksamer Schutz auf den man sich in jeder Hinsicht verlassen konnte. Leider enthält dieses Wunder moderner Chemie unter anderem Aluminium und auf der Packung den Warn-Hinweis "nicht auf gereizter oder verletzter Haut anwenden".


Huch
Mir waren Deo-Sticks eh immer lieber als die flüssigen Roll-Ons. Zufällig stiess ich auf einen Alkohol- und Aluminium-freien solchen namens Lavilin mit einzigartiger wasserfester Formel und pflanzlichen Wirkstoffen. Angeblich beläuft sich dessen Wirksamkeit gar auf 72 Stunden ... also ganze 3 Tage. Bei mir versagte Lavilin bereits nach 4 Stunden.

Ich war am Verzweifeln. Als Therapeutin arbeitet man mit Menschen und zwar nah am Menschen. Nichts ist unangenehmer als eine Therapeutin mit Schweissgeruch. Der Tipp einer Freundin brachte die Wende. Seit sie aufgehört hat, sich mit etwas anderem zu waschen als mit Wasser, ist das Problem wie weggeblasen respektive weggespült!

Weggespült, einfach so? Wer mich kennt, weiss: die Frau testet alles ... fast alles, aber nicht immer umgehend. Nach einem Monat war ich jedoch weichgeklopft. Seit zirka Mitte Oktober läuft nun mein Selbstversuch und wissen Sie was: ich schwitze praktisch nicht mehr und wenn, dann geruchlos! "Waschen ohne Duschgel" klappt wirklich bestens. 

Die "No Poo"-Variante, also Haarewaschen ohne Shampoo, habe ich selber bisher noch nicht ausprobiert. Allerdings findet auch sie immer mehr Anhänger, vor allem unter den Promis. Meines Erachtens ist es schwieriger, mit reinem Dihydrogenmonoxyd (kurz DHMO) fettiges Haar auf Vordermann zu bringen, als den Körper damit optimal zu reinigen.

Wie jetzt, Sie haben noch nie etwas von Dihydrogenmonoxyd gehört? Dabei handelt es sich um eine farb- und geruchlose Chemikalie, die echt gefährlich werden kann. Gasförmig kann sie schwerste Verbrennungen verursachen, längerer Kontakt mit festem DHMO verursacht u.a. Hautschäden, ein direkter Kontakt mit den Lungen kann sehr schnell zum Tod führen. Und es ist überall drin, auch in Babynahrung! Skandal sagen Sie? Dann schauen Sie sich mal diesen YouTube-Film an oder gehen Sie direkt auf die DMHO-Homepage ... denn Lachen ist gesund!

Sonntag, 16. Februar 2014

Toyo Shibata - Du bist nie zu alt um glücklich zu sein

Die Güte, die mir andere schenken
spare ich im Herzen auf
nehme davon, wenn ich traurig bin
und werde wieder froh
spart euch ruhig solche Gaben zusammen
der Ertrag ist grösser als jede Rente
TOYO SHIBATA
Wird Ihnen nicht auch immer wieder bewusst, dass wir uns im Verlaufe der Zeit durch Lebensthemen bewegen?

Sind wir Kinder, ist Spielen Trumpf, zumindest war es das früher. Heute setzen wir mehr auf Frühenglisch, Frühchinesisch, Musik und vieles mehr, zwecks Vorbereitung auf ein erfolgreiches Berufsdasein. 
Bei jungen Menschen dreht sich das Leben nicht mehr nur um Ausbildung, sondern vor allem darum, sich zu verlieben, die Liebe so richtig zu erleben und in allen Facetten zu geniessen, auf dass da eventuell mehr draus werde. Braucht ja nicht gleich in Hochzeit und Familienplanung auszuarten, aber wenn es denn so kommen würde, hat auch niemand was dagegen. 
Sind wir um die 30 Jahre jung, haben wir vielleicht bereits selber Kinder oder aber sind die einzigen im Bekannten- und Freundeskreis, die keine haben. Und die Jungmannschaft sorgt stets für viele interessante Themen in einer Diskussionsrunde. 
Dann folgt allmählich und schleichend die Zipperleinszeit. Die Jahre und vor allem auch unser Lebenswandel haben ihre Spuren hinterlassen: Gallensteine, Krampfadern, Rückenschmerzen, Bluthochdruck oder noch schlimmer. Hmmmmm!

So geht es fröhlich (?) weiter und irgendwann kommen unsere Eltern in die Jahre und wir erleben hautnah mit, was es bedeutet oder bedeuten könnte, alt zu werden. Es ist dies nicht einfach, vor allem, weil man vielleicht die nötige Distanz nicht hat, mitfühlend zu bleiben und mehr und mehr ins Mitleiden gerät. Viele eigene Ansätze, Betrachtungsweisen und Lebenskonzepte müssen neu überdacht werden.

Als ich jung war, wusste ich zwar, dass ich eines Tages sterben würde. Mehr noch: ich wusste sogar ganz genau, dass der Tod nicht das Ende meines Daseins bedeutet. Dennoch hatte Tod im Zusammenhang mit diesem ICH, das ich spürte, etwas Abstraktes. Konnte ich heute etwas nicht erledigen, dann vielleicht morgen oder sonst halt nächste Woche. Spielte ja keine Rolle. Die Aussicht auf ein endlos scheinendes Guthaben an Jahren, Monaten, Wochen, Tagen, Stunden führte zu einem nicht sehr bewussten Einsatz des kostbaren Geschenkes LEBEN!

Eines ist sicher: alt zu werden; besser gesagt: alt zu sein braucht viel Kraft, viel Mut und eine Riesenportion Geduld. Alter ist nichts für Feiglinge. Die Kinder, wenn man denn welche hat, sind noch immer voll berufstätig und haben ihr eigenes Leben, aber man selber wird nicht mehr gebraucht. Im Gegenteil; plötzlich braucht man selber überall und immer mehr Hilfe. "Was für einen Sinn hat mein Dasein jetzt noch", könnte man sich dann vielleicht fragen. Viele unserer liebsten Freunde werden vielleicht ihren Lebenskreis schon beendet haben. Es gilt, mit Verlustängsten umzugehen. Man trifft sich öfter auf Beerdigungen statt auf Hochzeiten. Die überschäumende Freude der Jugend wird durch Wehmut abgelöst. Wir müssen loslassen lernen, nicht zuletzt all die Träume, die wir vielleicht aus Angst nicht in die Tat umgesetzt haben.

Gestern bin ich auf ein wunderbares Buch gestossen, das ich sehr empfehlen kann. Geschrieben wurde es von Toyo Shibata, einer Japanerin, welche 102 Jahre alt wurde. Ihren Durchbruch als Autorin hatte sie mit 100 Jahren. Da sie mit über 90 Jahren ihr geliebtes Hobby - den Japanischen Tanz - wegen Rückenschmerzen aufgeben musste, verlagerte sie sich auf das Schreiben von Haikus. Das sind Gedichte in einer speziellen Versform mit abwechselnd 5, 7 und wieder 5 Lauteinheiten .... sehr anspruchsvoll. Ursprünglich im Selbstverlag veröffentlicht eroberte Toyo's Buch die Herzen der Japaner im Sturm und verkaufte sich innerhalb weniger Monate fast zwei Millionen Mal.

Die Gedichte entstanden meist abends im Bett oder vor dem Fernseher. Toyo machte sich mit Bleistift Notizen zu den Themen, die sie bewegten. Anschliessend schrieb und feilte sie so lange, bis sie den Eindruck hatte, nichts mehr verbessern zu können. So brauchte sie für ein Gedicht mindestens eine Woche. Ihre Gedichte haben sie gelehrt, dass das Leben niemals nur schwer und traurig ist. Lassen wir uns von Ihr ein wenig inspirieren:


Wenn ich einsam bin

Wenn ich einsam bin
fange ich Sonnenstrahlen ein
die durch den Türspalt fallen
mit meiner Hand
und reibe sie mir
immer wieder ins Gesicht.

Ihre Wärme ist die
Wärme meiner Mutter
Mama, flüstere ich
wir halten durch
und rapple mich hoch

oder


Massage-Gutscheine

Ein paar Zettelchen gefunden
in einem alten Portemonnaie
15 Minuten Schultermassage
für Mama und Papa
gültig bis Dezember 1931
Ken'ichi

Ein Päckchen Gutscheine
aus japanischem Papier
ausgeschnitten von meinem Sohn
in seiner Grundschulzeit
Ob ich sie jetzt noch nutzen kann?

"Du bist nie zu alt um glücklich zu sein" .... ein Buch, das man immer wieder zur Hand nimmt und in keinem Haushalt fehlen sollte. Zarte Texte mit unglaublichem Tiefgang, sehr berührend und ein gutes Geschenk für Menschen, die einem ans Herz gewachsen sind. Ich habe bereits ein Exemplar für jemand ganz Besonderen gekauft und wüsste auf Anhieb noch mindestens 10 potentielle Empfänger. Und Sie?